Institutionen, die Bitcoin kaufen, sind “Komplizen”

Peter Schiff: Institutionen, die Bitcoin kaufen, sind “Komplizen”

Laut dem bekannten Bitcoin-Verweigerer Peter Schiff werben institutionelle Investoren, die BTC gekauft haben, nun dafür und versuchen, andere Investoren zum Kauf zu bewegen, was den Preis in die Höhe treibt.

Er drückte diesen Gedanken auf Twitter mit den Worten aus:

“Sehr wenige institutionelle Investoren kaufen Bitcoin. Nur die wenigen, die kaufen, sind extrem explizit über ihre Positionen. Sie müssen andere zum Kauf überzeugen, um den Preis zu erhöhen, damit sie verkaufen können. Die Finanzmedien geben ihnen auch eine Bühne, um über ihre Bücher zu sprechen.”

Mit anderen Worten, Schiff beschuldigt Bitcoin, ein Ponzi-Schema zu sein, d.h. ein Betrug, bei dem die Investoren, die dafür werben, am Betrug selbst mitschuldig wären.

Diese scheinbar logische Argumentation ist jedoch das Kind eines ziemlich weit verbreiteten Missverständnisses, nämlich dass es möglich ist, den Krypto Markt mit Bitcoin Pro zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

Warum Peter Schiff’s Argumentation zu Bitcoin falsch ist

Eine solche Argumentation ist jedoch aus nicht weniger als drei Gründen falsch.

Erstens ist die Propaganda rund um Bitcoin nicht ausschließlich pro Bitcoin und war es auch nie. Im Gegenteil, die Propaganda der Verleumder ist oft beeindruckender als die der Befürworter, aber trotzdem steigt der Preis von BTC langfristig weiter an.

Bitcoin wird nicht wegen der positiven Propaganda geschätzt, sondern trotz der negativen Propaganda.

Zweitens ist die Aktivität einzelner Händler, die positive Propaganda machen, so begrenzt, dass sie den gesamten Markt nicht im Geringsten beeinflussen können.

In der Geschichte des Bitcoin kann man an den Fingern einer Hand die Fälle abzählen, in denen einzelne Akteure dank Propaganda einen spontanen Trend umkehren konnten. Das letzte Mal geschah dies Mitte 2019 dank Facebook, d.h. dem weltweit größten und wichtigsten sozialen Netzwerk.

Anders ausgedrückt: Einzelne institutionelle Investoren sind nicht in der Lage, den Markttrend zu manipulieren, indem sie gut über Bitcoin sprechen.

Der dritte Grund ist, dass der Preis von bitcoin nicht nur von der Nachfrage, sondern auch vom Angebot abhängt. Dieser ist, anders als fast jeder andere Vermögenswert, tatsächlich völlig und unerbittlich unelastisch für den Markt, wenn also die Nachfrage steigt, ist es unvermeidlich, dass auch der Preis steigt.

Da die Nachfrage nicht nur wegen der Propaganda steigt, bräuchte man theoretisch nicht einmal Werbung für das Produkt zu machen, damit sein Wert mit der Zeit steigt (obwohl das keineswegs selbstverständlich ist).

Zum Beispiel war bis 2013 die Propaganda zugunsten von Bitcoin so begrenzt, dass sie als irrelevant angesehen werden konnte. Von der Landung auf den Finanzmärkten Mitte 2010 bis Ende 2012 stieg sein Wert in nur zweieinhalb Jahren um 22.400 %, und das praktisch ohne positive Propaganda.

Es ist daher völlig falsch zu behaupten, dass die Nachfrage und damit der Preis von bitcoin ausschließlich durch Propaganda angetrieben wird, unabhängig davon, ob es sich um institutionelle oder private Investoren handelt.